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phonsavan und vieng xai

Phonsavan war unsere Station nach Vang Vieng. Dieser Ort hatte selbst so ziemlich nichts und wäre wahrscheinlich immer noch nicht mehr als ein kleines Dorf, wenn nicht im näheren Umkreis mehrere Fields of Jars, also Urnen oder Vasenfelder wären. Hört sich jetzt bisschen schräg an, war aber echt ganz interessant. Diese Fields of Jars haben ungefähr 200 Urnen, die allesamt aus Stein sind und bis zu zwei Meter groß. Selbst die kleinen hatten einen Durchmesser von einem Meter. Und das mystische an ihnen war, dass niemand weiß, woher die kommen. Geschätzt werden sie auf 2000 Jahre, aber der Ursprung ist unbekannt. Eine Sage meint, ein König habe sie nach gewonnener Schlacht aus dem Stein schlagen lassen um den Alkohol für das Fest zu lagern. Klingt nicht ganz so realistisch. Eine andere meint, sie wären Wasserbehälter, um Regenswasser zu speichern für dürrezeiten. Klingt wahrscheinlicher, aber wie gesagt, niemand weiß es. Allerdings wurde es nach einer halben Stunde mehr oder weniger langweilig, große Steinvasen anzugucken, irgendwie sieht doch jede gleich aus. So fuhren wir mit unseren gemieteten Rollern zu einer Höhle, so 30 Km entfernt. Auf dem Weg, als wir schon von der Straße auf einen Feldweg Richtung Höhle abgebogen sind ,hatten wir eine Schrecksekunde, weil Pauls Roller auf einmal nicht mehr ging. Es stellte sich allerdings schnell heraus, dass es nur die Kette ist, die rausgesprungen war (das passierte noch so einige Male). Die Höhle selbst war wieder beeindruckend. Erstmal die Lage umgeben von Reisfeldern, Ochsen und Hühnern und alten Dörfern, war sie komplett verlassen bis auf uns und es wirkte nicht so, als ob viele den Weg bis dahin machten. Uns war es egal. Ausgestattet mit unseren Kopftaschenlampen machten wir uns auf den Weg in die tiefe Höhle. Sie war nicht besonders breit und hoch, aber dafür umso tiefer. Nach so einer Stunde erblickten wir jedoch wieder das Sonnenlicht. So ging es weiter mit den Rollern zum Wasserfall, den wir nicht fanden. Das war Phonsavan. Vieng Xai wurde uns in Phonsavan von anderen empfohlen, die da selbst noch hinwollten, aber keine Zeit mehr hatten. In Vieng Xai gibt es, außer der tollen Natur mit Bergen, die wie Zähne vom Boden gen Himmel gehen, ziemlich viele Höhlen, in denen mehr oder weniger die Lao PDR gegründet worden ist. Während des stillen Krieges, in denen die USA die Pathet Lao, die Kommunistische Volksbewegung Laos, bombardierte, suchte die Bevölkerung wie das Militär mit den meisten Ranghohen in den Höhlen um Vieng Xai Zuflucht. Obwohl dieser Ort touristisch noch sehr unberührt ist, gab es eine sehr gute Führung mit Guide sowie Audioguide durch die wichtigsten Höhlen der Umgebung. So haben wir einen guten Eindruck davon bekommen, was die USA damals in Laos veranstaltet haben. Noch immer liegen fast überall in Laos Blindgänger der Cluster Bomben, die Jährlich noch 60 Menschen töten und jeden Tag einen weteren verletzen.
10.1.15 06:50
 
Letzte Einträge: Bagan + Mandalay, Bangkok, Vang Vieng, Luang Prabang, Hanoi


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